Schadstoff-Übung im Abschnitt Ottenschlag

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28.10.2017

Ottenschlag:     Am 25.10.2017 trafen sich die Mitglieder der Schadstoffgruppe Ottenschlag zu einer Einsatzübung im Feuerwehrhaus Ottenschag. Viele Mitglieder der Schadstoffgruppe 3/22 folgten der Einladung.


 

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Abschnittskommandanten BR Willi Renner wurde vom Abschnittssachbearbeiter HBM Thomas Fichtinger die folgende Übungsannahme kurz erklärt.
Im ehemaligen Bauhof in Ottenschlag kam es beim Hantieren mit unbekannten Stoffen zu einem Zwischenfall, wobei eine Person vermisst wird.
Wie im Ernstfall auch trafen die Einheiten mit kurzen zeitlichen Verzögerungen am Einsatzort ein. Als örtlich zuständige Feuerwehr traf das KDO2 und das RLFA der Feuerwehr Ottenschlag als erstes ein. Sofort wurde ein dreifacher Brandschutz aufgebaut, die Einsatzleitung eingerichtet und auf Grund der unklaren Lage, rüstete sich ein Trupp mit Anzügen der Schutzstufe zwei aus. Mittels 4-Gas-Messgerät konnte ein EX-Bereich in der Halle festgestellt werden.
Während der erste Trupp die Suche nach der vermissten Person durchführte,traf auch der Rest der Schadstoffgruppe mit dem RLFA Kottes und das WLF Zwettl (Schadstoffcontainer) am Übungsort ein. Die Einheiten übernahmen die großräumige Absicherung des Gefahrenbereiches und die Errichtung des Dekoplatzes.
Währenddessen wurde die vermisste Person gefunden und der Trupp konnte zur Erkundung der genauen Gefahrenstelle übergehen. Vorgefunden wurden zwei 800l Tanks mit Salpetersäure und einige Fässer und Kanister mit unbestimmtem Inhalt. Es wurde auch ein System aus Rohren, Schläuchen und Pumpen entdeckt. Mit der Wärmebildkamera wurde schnell erkannt, dass der Füllstand eines Tanks schnell anstieg und ein Austritt drohte.
Nach der Stofffeststellung wurde sofort beschlossen, die Schutzstufe auf 3 zu erhöhen.
Der erste Trupp unter Schutzstufe 3 konnte den Zulauf zum Tank schnell schließen. Durch das Schließen entstanden allerdings mehrere Austrittstellen am Rohrsystem. Zuerst wurde das austretende Medium aufgefangen, dann konnten durch den Einsatz eines zweiten Trupps unter Schutzstufe 3 mit Hilfe von Dichtkissen alle Lecks geschlossen werden. Die unbekannten Behälter wurden noch aus dem Gefahrenbereich geborgen.
Mit der Meldung an den Einsatzleiter: „ Austritt zu 80% abgedichtet nur mehr Tröpfchenaustritt“, konnte der Einsatz im Gefahrenbereich beendet werden. Alle Trupps wurden noch dekontaminiert und die Übung wurde beendet.
Nach Übungsende hatten alle Übungsteilnehmer die Möglichkeit das genaue Szenario am Übungsverteiler zu besichtigen. Übungsleiter HBM Thomas Fichtinger erklärte kurz den Ablauf der Übung, und es wurden gemeinsam mögliche Vorgehensweisen diskutiert.
ABI Christian Hobl bedankte sich im Anschluss für die interessante und fordernde Übung.
HBM Thomas Fichtinger bat alle Anwesenden noch in den eigenen Feuerwehren wieder mehr Mitglieder für das Sachgebiet Schadstoff zu begeistern.



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Die Schadstoffgruppe möchte sich noch bei BSB Manfred Dorfbauer für die große Unterstützung beim Bau des Übungsverteilers bedanken.


Bericht: FM Maximilian Fichtinger (FF Ottenschlag)
Fotos: HBM Thomas Fichtinger (ASB SST)

 

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